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Fachtagung Verwaltungsinformatik und
Fachtagung Rechtsinformatik 2016
21. - 23. September 2016
Dresden
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Aufruf zu Beiträgen

erstellt von cgeiger — zuletzt verändert: 31.10.2011 15:59

Die Fachtagung Verwaltungsinformatik (FTVI) und die Fachtagung Rechtsinformatik (FTRI) 2012 stehen unter dem gemeinsamen Motto:

„Staat und Verwaltung auf dem Weg zu einer offenen, smarten und vernetzten Verwaltungskultur“

 

Aufruf zu Beiträgen

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Soziale Medien, die Web 2.0-Technologien und Cloud Computing-Angebote tragen derzeit erheblich zu einer Öffnung von Staat und Verwaltung bei. Sie stärken Good-Governance-Prinzipien wie etwa Offenheit, Transparenz, Partizipation, Kollaboration, Bürgerorientierung und Verantwortungs­bewusstsein. Allerdings muss das Regieren und Verwalten in offenen, dynamischen und komplexen Strukturen noch erlernt werden. Open Data und Innovationsplattformen bringen Innovations- und Öffnungsimpulse in die öffentliche Verwaltung. Interoperabilität und offene Standards helfen, bestehende Barrieren über Organisationsgrenzen hinweg zu überwinden. Daten, Informationen und Wissen lassen sich über das semantische Web, Ontologien, Simulationen, Augmented Reality, das Internet der Dinge und das Internet der Dienste vollkommen neu erschließen.

Die Konzepte prägen einen nachhaltigen gesellschaftlichen und kulturellen Wandel. In den zunehmend vernetzten Regionen und Städten Europas stößt dies auf fruchtbaren Boden und gewinnt so an weiterer Dynamik, Komplexität und Wirkung. Das Engagement der Bevölkerung und ihre Mitwirkung in vielen Bereichen sind Vorboten einer Entwicklung, die in den kommenden Jahren die Gesellschaft und den öffentlichen Sektor verändern wird. Staat und Verwaltung werden sich mit den Herausforderungen einer engagierten Öffentlichkeit konstruktiv auseinander setzen müssen und diese künftig aktiv nutzen. Dadurch kann das Vertrauen der Bürgerschaft in staatliche Institutionen gefestigt werden. Gleichzeitig ist die Verwaltung dann auf zunehmend raschere Veränderungen besser vorbereitet. Sie kann diese selbst proaktiv mitsteuern.

Zugleich sorgen die Breitbandvernetzung bei Festnetz und Mobilfunk, die zunehmende Rechen­leistung der Prozessoren, mobile Endgeräte sowie die Verfügbarkeit von Hochleistungsservern über das Internet dafür, dass die Qualität, der Nutzen und die Verbreitung von vernetzten und mitdenkenden Anwendungen im E-Government zunehmen werden. Das Zusammenspiel von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien, von Stadt- und Regionalentwicklung und von hoher Innovationsbegeisterung eröffnen soziale und technologische Integrations- und Vernetzungspotentiale, an deren Realisierung bisher nicht zu denken war.

Die Fachtagung Verwaltungsinformatik und die Fachtagung Rechtsinformatik setzen sich vor diesem Hintergrund mit den folgenden Themenfeldern aus einer technischen, rechtlichen, ökonomischen, verwaltungswissenschaftlichen und politischen Sicht auseinander:

 

Öffnung von Staat und Verwaltung (Open Government und Good Governance)

  • Einsatz von Web 2.0-Technologien und sozialen Medien in Verwaltung, Justiz und Politik
  • Weiterverwendung vernetzter offener Daten (Linked Open Government Data) und Informationen des öffentlichen Sektors (Public Sector Information): Potentiale, rechtliche Rahmenbedingungen, Lizenz- und Geschäftsmodelle, Grenzen und praktische Anwendungen
  • Transparenz, Partizipation und Kollaboration: Erfahrungen, Konzepte, innovative Technologien und Erkenntnisse zur Bürgerbeteiligung über elektronische Medien (Konsultationen, Offener Haushalt, Beteiligungshaushalte, Liquid Democracy)
  • Innovationsmanagement und Open Innovation im öffentlichen Sektor als Anforderung zur erfolgreichen Bewältigung aktueller Herausforderungen
  • Offene Staatskunst und offene Staatskünstler
  • Web 2.0-Technologien und ihr Einsatz im Spagat zwischen Offenheit, Sicherheit, Verantwortung und Vertrauen im Hinblick auf inhaltliche Qualität und Schutzbedarf
  • Wissensmanagement, Wissensprozesse, Wissenstransfer und Open Access
  • Zusammenschluss von Aufgabenträgern zur Stärkung ihrer strategischen und wirtschaftlichen Position (z.B. Zusammenschluss öffentlicher IT-Dienstleister)
  • Potentiale und Risiken von öffentlich-privaten Partnerschaften in offenen Strukturen
  • Vertrauen in die Informationstechnologie in der öffentlichen Verwaltung


Offene, smarte und vernetzte Verwaltung

  • Neuartige Potentiale durch Sensoren und Vernetzung in mitdenkenden Städten: Smart Phone, Smart Home, Smart Metering, Smart Grid, Smart Mobility, Smart Health, Smart Education und Smart Justice.
  • Horizontale und vertikale Zusammenarbeit von Behörden: Kommunen – Länder – Bund
  • Internationale Zusammenarbeit von Behörden und von Europäischen Institutionen
  • Vernetzte Architekturen, organisationsübergreifende Prozessketten und proaktive Verwaltungsangebote
  • Zwischenbilanz zu den ersten verwaltungsebenenübergreifenden Hochleistungsportalen: One Stop Government, einheitliche Ansprechpartner, Service Center und die einheitliche Behördenrufnummer D115
  • Einsatz semantischer Technologien im Internet der Dinge und Dienstleistungen: Neue Anwendungen und Geschäftsmodelle durch Vernetzung von Daten, Informationen, Wissen, Diensten und Prozessen
  • Interoperabilität: Interoperable und standardisierte Dokumenten- und Datenformate, standardisierte und interoperable Services und Dienste
  • Elektronische Identitäten und elektronische Signaturen über nationale Grenzen hinweg: Interoperabilität und gegenseitige Anerkennung
  • IT-Sicherheit in vernetzten Strukturen der öffentlichen Hand: Grundrechte, rechtliche Ausprägungen und organisatorische Anforderungen


Politische und rechtliche Vorgaben für Staat und Verwaltung

  • Spezifische rechtliche Aspekte organisationsübergreifender sowie grenzüberschreitender Vernetzung und Zusammenarbeit
  • Gesetzesfolgenabschätzung im Kontext Europäischer Richtlinien
  • Politikfeldgestaltung: Modellierung, Inhalte, Analysen, Simulationen, Umsetzung, Evaluation
  • Rechtsmodellierung, Rechtsimplementierung und wissensbasierte Argumentationssysteme
  • Nationaler IT-Planungsrat und seine sich langsam entfaltende Wirkung
  • E-Government-Gesetze bei Bund und Ländern
  • Compliance: Sicherstellung rechtlicher Vorgaben bei organisatorischen und technischen Veränderungen vs. rechtliche Anpassungen
  • Datenschutz: Grundrechte, aktuelle Herausforderungen und organisatorische Anforderungen
  • Personal und Qualifizierung: Aus- und Weiterbildung im Kontext innovativer Technologie-Nutzung, der demographischen Herausforderung und neuer organisatorischer Kooperationsmodelle
  • Einsatz von Entscheidungsautomaten in Fachverfahren zur Visualisierung und Beurteilung von Sachverhalten (Steuern, Verkehrsstrafen, Leistungen): Risikoanalyse und Rechtsschutz
  • Erfolgsfaktoren für das Projektmanagement im öffentlichen Sektor
  • Leistungsvergleiche über ein elektronisch unterstütztes Benchmarking

 

Wir rufen hiermit zu Beiträgen der Verwaltungsinformatik, der Rechtsinformatik und des Informationsrechts sowie verwandter Disziplinen aus Wissenschaft und Praxis auf, um Konzepte und Praxisbeispiele im Kontext „Staat und Verwaltung auf dem Weg zu einer offenen, smarten und vernetzten Verwaltungskultur“ vorzustellen und zu diskutieren. Beiträge sind unter dem genannten Motto vor allem zu den oben angesprochenen Themen erwünscht. Sie können jedoch auch weitere Themen behandeln.

 

Fristen und Termine

  • Einreichfrist für Beiträge zur Begutachtung (für den Tagungsband in LNI): VERLÄNGERUNG bis zum 03.10.2011
  • Einreichfrist für Praxisvorträge (ohne schriftliche Abfassung für den Tagungsband): 15.10.2011
  • Benachrichtigung über Annahme von Beiträgen und Praxisvorträgen: 07.11.2011
  • Ende der Einreichfrist der druckfertigen Beiträge für den Tagungsband: 15.12.2011
  • Ende der Registrierungsmöglichkeit als "Frühbucher": 31.01.2012
  • Ende der regulären Registrierung zur Konferenz: 29.02.2012
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