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Fachtagung Verwaltungsinformatik und
Fachtagung Rechtsinformatik 2019
6. - 7. März 2019
Münster
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Aufruf zu Beiträgen

erstellt von Dagmar Lück-Schneider — zuletzt verändert: 25.01.2015 13:22

Die Fachtagung Verwaltungsinformatik (FTVI) und die Fachtagung Rechtsinformatik (FTRI) 2014 stehen unter dem Motto:

„Gemeinsam Electronic Government ziel(gruppen)gerecht gestalten und organisieren“

 

 

Aufruf zu Beiträgen

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Die Fachtagung Verwaltungsinformatik (FTVI) und die Fachtagung Rechtsinformatik (FTRI) haben zum Ziel, einen richtungsweisenden Dialog zwischen Wissenschaft, Verwaltungspraktikern und Juristen sowie Beratern zu fördern, indem Konzepte, Erfahrungen und Trends analysiert sowie Umsetzungsstrategien aufgezeigt werden. Die FTVI wird alle zwei Jahre von der Fachgruppe Verwaltungsinformatik der Gesellschaft für Informatik ausgerichtet – 2014 zum zehnten Mal. Die FTRI wird 2014 zum dritten Mal gemeinsam mit der FTVI ausgerichtet – es entwickelt sich also eine Tradition der Kooperation nach dem Motto der Fachtagungen.

Electronic Government als umfassenden ganzheitlichen Modernisierungsansatz zu verstehen, heißt, die Optionen, die sich aus neuen Strukturen, technologischen und organisatorischen Innovationen sowie Prozess-Reorganisation unter rechtskonformen Rahmenbedingungen ergeben, in neue Formen des Verwaltungshandelns umzusetzen. Bestehende bewährte Angebotsformen werden durch andere ergänzt (z. B. proaktive individualisierte Information, aktive Bürokratievermeidung).

Forschung und Praxis haben hier den Auftrag, Verwaltungsaktivitäten nicht nur in ihrer Wirkung zu analysieren, sondern richtungsweisend zu gestalten. Dabei gilt es, die verschiedenen Aspekte ganzheitlicher Verwaltungsmodernisierung durch gezielten, nutzbringenden Einsatz innovativer Technologien zielgruppenorientiert und praxistauglich zu gestalten und zu organisieren. Technologie-Optionen stehen dabei als Gestaltungsaspekt weder im Vordergrund, noch werden sie durch reine Organisationsbetrachtungen zur Nebensache. Vielmehr werden Gestaltungspotentiale im Einklang aus verschiedenen Perspektiven ganzheitlich aufbereitet. Gleichermaßen sind Governance Aspekte und Wirkungsbetrachtungen im Zusammenspiel mit der Gestaltungsforschung zu adressieren.

Impulse können aber auch von Gegenwartsbezügen ausgehen.  Richtungsweisende Beiträge aus Forschung und Praxis zu aktuellen Trends, etwa Open Government, Open Innovation, neue Formen der Bürgerbeteiligung und Zusammenarbeit, Transparenz oder Smart Cities sind ebenfalls sehr erwünscht.

Ganz in diesem Sinne rufen wir hiermit zu Beiträgen der Verwaltungsinformatik, der Rechtsinformatik und des Informationsrechts sowie verwandter Disziplinen aus Wissenschaft und Praxis auf, um Konzepte und Praxisbeispiele vor allem zu den folgend angeführten, nach Schwerpunkten gruppierten  möglichen Themen vorzustellen und zu diskutieren. Weitere verwandte Themen können in den Beiträgen aufgegriffen werden, soweit sie sich im Kontext der beiden Fachtagungen bewegen.

 

E-government / Modernisierungsgestaltung der öffentlichen Verwaltung

  • Entwicklungstendenzen im E-Government
  • Internationale Zusammenarbeit von Behörden und von Europäischen Institutionen, wie kann kooperative Gestaltung bei einer Vielzahl Beteiligter grundsätzlich ermöglicht bzw. unterstützt werden
  • Horizontale und vertikale Zusammenarbeit von Behörden: Kommunen – Länder – Bund
  • Politikfeldgestaltung: Modellierung, Inhalte, Analysen, Simulationen, Umsetzung, Evaluation
  • Erfolgsfaktoren für E-Government
  • Leistungsvergleiche über elektronisch unterstütztes Benchmarking
  • Wie lässt sich die Arbeit an einzelnen Projekten verbessern, so dass die Erfolgsquote steigt, besonders bei Großprojekten?
  • Barrierefreie E-Government-Angebote
  • Change-Management, Projektmanagement im öffentlichen Sektor

  • Personal und Qualifizierung: Aus- und Weiterbildung im Kontext innovativer Technologie-Nutzung, der demographischen Herausforderung und neuer organisatorischer Kooperationsmodelle

  • Wissensmanagement im Kontext sich wandelnder Anforderungen und demographischer Entwicklungen

  • Wie muss sich die E-Government-Forschung entwickeln und positionieren, um einen größtmöglichen Nutzen für Staat und Verwaltung abzuwerfen?

  • Bewertungsmaßstäbe und Vergleichsringe für eine offene Evaluation von E-Government-Ansätzen


Technologische Voraussetzungen

  • Vernetzte Architekturen, organisationsübergreifende Prozessketten, proaktive Vewaltungsangebote
  • Einsatz semantischer Technologien im Internet der Dinge und Dienstleistungen: Neue Anwendungen und Geschäftsmodelle durch Vernetzung von Daten, Informationen, Wissen, Diensten und Prozessen
  • Cloud Computing und Open Data Clouds für die öffentliche Verwaltung

  • Politikinformatik – Gestaltungskraft von programmierenden Politikern

  • Interoperabilität: Interoperable und standardisierte Dokumenten- und Datenformate, standardisierte und interoperable Services und Dienste

  • Elektronische Identitäten und elektronische Signaturen über nationale Grenzen hinweg: Akzeptanz, Interoperabilität und gegenseitige Anerkennung

  • IT-Sicherheit in vernetzten Strukturen der öffentlichen Hand: Grundrechte, rechtliche Ausprägungen und organisatorische Anforderungen

  • Entwicklung von soziotechnischen Systemen im öffentlichen Sektor


Politische und rechtliche Vorgaben für Staat und Verwaltung

  • Politische und rechtliche Gestaltungsnotwendigkeiten für E-Government 
  • Spezifische rechtliche Aspekte organisationsübergreifender sowie grenzüberschreitender Vernetzung und Zusammenarbeit; insbes. elektronische Identitäten und elektronische Signaturen und grenzüberschreitende Verfahren
  • Gesetzesfolgenabschätzung im Kontext Europäischer Richtlinien
  • Rechtsmodellierung, Rechtsimplementierung und juristische Argumentationssysteme
  • Strukturelle Unterstützung von E-Government, z. B. Entwicklungen des Nationalen IT-Planungsrates und Wirkungen

  • Gesetze zu E-Government und E-Justice in Bund und Ländern

  • Compliance: Sicherstellung rechtlicher Vorgaben bei organisatorischen und technischen Veränderungen vs. rechtliche Anpassungen

  • Datenschutz: Grundrechte, aktuelle Herausforderungen und organisatorische Anforderungen

  • Einsatz von Entscheidungsunterstützungssystemen in Fachverfahren zur Visualisierung und Beurteilung von Sachverhalten und Begründungen von Entscheidungen (Steuern, Sozialhilfe, Verkehrsstrafen, Leistungen): Risikoanalyse und Rechtsschutz


Open Government, Open Data und Big Data

  • Weiterverwendung vernetzter offener Daten (Linked Open Government Data) und Informationen des öffentlichen Sektors (Public Sector Information): Potentiale, rechtliche Rahmenbedingungen, Lizenz- und Geschäftsmodelle, Standards, Grenzen und praktische Anwendungen
  • Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit: Erfahrungen, Konzepte, innovative Technologien und Erkenntnisse zur Bürgerbeteiligung über elektronische Medien (Konsultationen, Offener Haushalt, Beteiligungshaushalte, Liquid Democracy, Shareconomy)
  • Innovationsmanagement und Open Innovation im öffentlichen Sektor als Anforderung zur erfolgreichen Bewältigung aktueller Herausforderungen
  • Open Research Data und Open Access

  • Zusammenschluss von Aufgabenträgern zur Stärkung ihrer strategischen und wirtschaftlichen Position (z.B. Zusammenschluss öffentlicher IT-Dienstleister)

  • Potentiale und Risiken von öffentlich-privaten Partnerschaften in offenen Strukturen

  • Echtes Vertrauen in die Informationstechnologie in der öffentlichen Verwaltung

  • Anwendungsfelder für Smart-Technologien im öffentlichen Sektor und in vernetzten Städten

  • Anwendungsfelder, Chancen und Risiken von Big Data für die öffentliche Verwaltung

 

 

Fristen und Termine

  • Einreichfrist für Beiträge zur Begutachtung (für den Tagungsband in LNI): 15.09.2013
  • Einreichfrist für Praxisvorträge: 03.10.2013
  • Benachrichtigung über Annahme von Beiträgen und Praxisvorträgen: 04.11.2013

  • Einreichung der druckfertigen Beiträge für den Tagungsband: 15.12.2014
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